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Von Mhamid nach Tata – eigentlich

Von Merzouga nach Zagora
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Durch den Anti-Atlas
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Offroad durch das Erg Chegaga und den Lac Iriki von Mhamid nach Foum Zguid und dann gleich weiter über die Rally Piste Paris-Dakar nach Tata? Also fast....

Unser eigentlicher Plan war es, von Mhamid nach Foum Zguid über Piste zu fahren. Die Strecke hatten wir aus unserem Offroad-Reiseführer von Sabine und Burkard Koch, der Pistenkuh. Sie sollte uns vor kein größeres Hindernis stellen.
Los ging es in Mhamid, wo man nacheinander kleine Einkäufe erledigen kann, doch die letzte uns bekannte Tankstelle ist schon einige Kilometer vorher in Tagounite.
Direkt hinter Mhamid begann ein kleines Dünenfeld, das aber auch ohne die Reduktion von Reifendruck gut zu befahren ist. Zwischendurch kommen immer wieder härtere, ausgefahrene Stellen, wo man froh darüber ist, keinen zu niedrigen Druck in den Reifen zu haben.
Anschließend fahren wir über holpriges Gestein immer Richtung Erg Chegaga und können von der Ferne schon die großen Dünen sehen.
Später fahren wir durch den Sand immer am Rand der Dünenausläufer. Hier findet man auch schöne Übernachtungsplätze zwischen den Dünen, uneingesehen von der Piste. Nur der "Jäger-Wächter" besuchte uns, um sicher zu stellen, das wir keine Jagd auf wilde Wüstentiere machen. Was auch immer hier außer Dromedaren leben möchte.

 

Nach einer super stillen Nacht ging es weiter aus dem Dünengebiet wieder heraus, über eine Schwemtonebene, vorbei an vielen Cafés, die hier im Nichts ausschließlich von den Touristentouren leben, zu dem ausgetrockneten See "Lac Iriki". Der Lac Iriki ist wie der Lac Maider (Diesen mussten wir bei unserer Tour Merzouga-Zagora überqueren) eine weiße Ebene Fläche, nur mit einer schöneren Kulisse außen herum. Zur einen Seite sieht man die Berge und auf der anderen Seite noch Dünen mit gelb farbenem Sand. Super Fotomotiv.
Direkt hinter dem Lac Iriki würde die Piste nach Foum Zguid führen. Doch da wir sowieso weiter nach Tata wollen und wir sonst den Weg zweimal fahren würden, beschließen wir, von hier gleich weiter zu fahren, da wir noch genügend Treibstoff, Wasser und Lebensmittel an Bord haben.
Zu Beginn muss man über ein Dünenfeld, dass nur sehr selten befahren wird und deswegen die Spuren verweht oder gar nicht mehr sichtbar sind. Doch dieses Dünenfeld ist wirklich sehr klein und man kann sich den Brunnen, der ungefähr in der Mitte gut sichtbar steht als Orientierung nehmen und dann in gleicher Richtung weiter fahren. Schon hat man das Schwierigste an der ganzen Strecke geschafft. Weiter geht es immer auf sehr einfacher, manchmal holprige Piste immer auf den Spuren der Rally Paris-Dakar. Die Orientierung ist durch aufgeschüttete Erdhaufen in regelmäßigen Abständen sehr einfach. Gelegentlich ist ein sandiges Oued zu queren, doch auch hier führen immer Spuren hindurch, sodass das Queren sehr einfach war. Wir müssen sehr viel mehr Militärposten passiern, als die Pistenkuh in ihrem Reiseführer angibt, was wohl mit der Erweiterung der Militärzone an der Grenze zusammenhängt.
Nachdem unsere Daten immer per Funk an den "Chef" durchgegeben wurden, durften wir weiterfahren. Dieser Wüstenabschnitt nahe de algerischen Grenze ist wirklich sehr einsam und wir begegneten außer den netten und meist sehr jungen Männern des Militärs niemandem.
Einen schönen und wieder äußerst ruhigen Nachtplatz fanden wir in einem Oued. Das einzige was hier unterwegs ist, sind wild lebende Esel und Dromedare, die einen in der Nacht, wenn man nur die leuchtenden Augen sieht auch einen Schrecken einjagen können. Erst am Morgen erkannten wir, dass es eine wild lebende Eselfamilie war, deren Augen wir in der Dunkelheit sahen.

 

Am nächsten Morgen ging es früh weiter, da wir eine längere Strecke fahren mussten, denn dicht an der Grenze darf man nicht über Nacht stehen bleiben.
Nach dem wir wieder tolle Landschaft und mehrere Militärposten hinter uns gelassen haben, durften wir an einem letzten nicht mehr weiter fahren. Der letzte Streckenabschnitt ist hier angeblich gesperrt und so mussten wir einen etwas größeren Abstecher über Piste wieder zurück nach Tissint machen, obwohl wir schon kurz vor Tata waren.
Also fuhren wir schnell über gut befahrbare Piste wieder zurück nach Tissint. That's life!

 

Insgesamt können wir aber auf sehr schöne und einsame Tage in der Wüste zurück blicken und jedem die Route nur empfehlen, auch wenn man damit rechnen muss, dass man in Tissint und nicht in Tata wieder auf Asphalt trifft.

2 Comments


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    Andreas W. says:

    Hallo ihr drei Abenteurer, wir freuen uns, dass ihr mit unserem “Fetti” solch eine schöne Tour macht, auch wenn der Monty zwischendurch doch ziemlich rumgezickt hat. Euer Reisetagebuch macht viel Freude und man bekommt sofort Fernweh. Genießt die Zeit und die spannende Reise. Wir verfolgen eure Tour auf dem Blog und wünschen euch immer eine Hand breit Platz unter dem Fahrgestell. Beste Grüße Jule und Andreas


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      Annika und Flo says:

      Hi Jule, hi Andreas,
      Das freut uns sehr, dass ihr auf unseren Blog gestoßen seid und euch die Artikel gefallen.
      Wir haben wirklich viel Freude mit dem Monty und sind froh, ihn damals von euch übernommen zu haben 🙂
      Inzwischen schnurrt der Monty wieder wie ein Kätzchen und ist uns ein treues Reisegefährt.
      Liebe Grüße aus Agadir,
      Annika, Flo und Nico

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