parallax background

Valle delle Cartiere – Tal der Papiermühlen

Erster Tag: Schloss Linderhof
October 14, 2016
Ein Abstecher zur Rocca di Manerba
October 18, 2016
 
Unsere heutige dreistündige Wanderung hat uns in das in Maderno am Gardasee gelegene Papiermühlental geführt.

Nach einem kurzen Fußmarsch durch den Ort kamen wir auf eine wenig befahrene Straße, die zum Papiermühlental führte. Hier, entlang des Flusses, der damals die Antriebskraft der Papiermühlen darstellte, konnten wir immer mehr Ruinen der damaligen Papierfabriken entdecken.

 

Anhand der Infotafeln erfuhren wir, dass im 15. und 16. Jhd. das Tal aufgrund der sehr guten Papierqualität zum ersten Papierzentrum der Republik Venedig ernannt wurde. Diese Blütezeit wurde jedoch aufgrund der Pest unterbrochen. Viele Papiermühlen mussten ihren Betrieb einstellen. Es dauerte daraufhin viele Jahre, bis die Papierherstellung wieder in Gang gebracht wurde. Anfang des 18. Jhd. wurden von den damals 60 Papierfabriken ca 38 wieder in Betrieb genommen. Zu Beginn der Industrialisierung verpassten die Papiermacher von Toscolano die Umrüstung auf modernere Maschinen und waren deshalb nicht in der Lage, mit dem Fortschritt der Zeit zu gehen. 1962 schloss auch die letzte aktive Papierfabrik im Tal.


 

Heute kann man sich kaum vorstellen, dass hier einst so viele Papiermühlen standen. Alles ist sehr verwachsen und selbst die Ruinen lassen sich nur schwer erkennen.
All das und noch viel mehr kann man auch in einem Museum vor Ort besichtigen.
Welche Dimensionen die Papiermühlen einst hatten, kann man gut anhand der Ausgrabungen aus dem Jahre 2006 erkennen. Hierbei wurden einige Leimkessel freigelegt, die man schön besichtigen kann. So kann man etwas erahnen, mit wieviel Aufwand damals Papier hergestellt wurde.

Das Museum aus der Ferne



 

Nach dieser sehr informativen Tour beschlossen wir, noch in den nahegelegenen Ort "Gaino" zu wandern. Dabei mussten wir einige Höhenmeter überwinden, hatten dafür aber auch einen schönen Blick auf den Gardasee und Toscolano-Maderno.
Runterwärts führte uns der Weg an zahlreichen Olivenhainen vorbei, durch den Wald und schließlich wieder durch Toscolano-Maderno selbst.
Es war eine sehr informative Wanderung, die auch noch in wunderschöner Natur gelegen war!

Der Blick über Toscolano und den Gardasee

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *