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Wir waren auf kleinen Pisten unterwegs im Anti-Atlas. Warum? Ganz einfach! Man hat atemberaubende Ausblicke auf Berge, die wir uns so in der Art und Form nie erträumt hätten.

Auf die Idee, hier entlang zu fahren, sind wir nur dank dem Offroadreiseführer von Sabine und Burkard Koch gekommen, der "Pistenkuh". (Hier könnt ihr den Reiseführer anschauen oder erwerben).
Die Strecke ATA ist auch für Anfänger im Offroadfahren gut geeignet, da sie auf der 120km langen Piste keine schwierigen Passagen beinhaltet.
Zu Beginn sind wir ab Tinghir durch eher eintönige Landschaft gefahren, entlang einer Dauerbaustelle (die Baustelle besteht schon seit circa 3 Jahren), die die Piste eigentlich besser ausbauen sollte, aber man im Moment Parcour fahren muss.
Nach und nach wird die Landschaft abwechslungsreicher, es geht langsam bergauf.
Das Spannende ist, dass die Berge hier im Anti-Atlas nochmals anders aussehen, als die seines jüngeren, aber dafür höheren Bruders Hoher-Atlas (Mehr über unsere Tour im Hohen Atlas und der Todra-Schlucht liest Du hier).

 

Vorbei an kleinen Steinhäusern, in denen wirklich Menschen teils ohne Telefonnetz und Stromversorgung leben, erreichen wir die erste Passhöhe. Ab hier hat man die traumhaften Ausblicke auf die weiter im Osten und Süden gelegenen Bergketten.
Auch weiterhin fahren wir an kleinen Steinhäusern, Schafen und Ziegen vorbei, bei denen uns zurückhaltende Einheimische freundlich grüßen und zuwinken. Hier her verirren sich eigentlich nie Touristen. Auch einheimischen Fahrzeugen begegnen wir nur einem. Die Stille, wenn wir aussteigen um Fotos zu machen, ist beeindruckend und für uns Europäer zu einer absoluten Seltenheit geworden. Wir genießen es!
Doch da wir nicht in die Dunkelheit kommen wollen, müssen wir weiter fahren, denn auf 1900m wollen wir nicht übernachten und die holprige Piste ist nur sehr langsam zu befahren. Hinter der letzen Passhöhe sieht man die Piste, wie sie sich Kilometer weit hinab windet. Wir schalten die Untersetzung ein um nur mit der Motorbremswirkung noch langsamer bergab zu fahren. Der Motor bremst tatsächlich alles und wir müssen nicht mehr zusätzlich bremsen. Eigentlich beeindruckend, dass allein der Motor unser 2,6t schweres Auto bremst.
Wir genießen noch das bizarre Gebirge des Jbel Sarhro. Bei der Abfahrt queren wir mehrere Oueds, die jedoch kein Wasser haben. Später erfahren wir von Einheimischen, dass die Flüsse in der gesamten Umgebung seit drei Jahren kein Wasser führen. Unten, in der ebenen Steinwüste bei Imi-n-Izrou angekommen, fliegen wir über Wellblechpiste immer geradeaus zur Teerstraße Richtung Alnif.

 

Hinter uns liegt ein anstrengender Tag, der uns und unser Auto mehr als durchgeschüttelt hat auf rund 120km Piste. Aber mit dem Ergebnis, dass wir einen ganz ganz tollen Tag mit so vielen verschiedenen Eindrücken und Fotomotiven der Natur hatten, dass wir nur noch baff sind von der Schönheit der Berge.

Daten der Route:
Ausgangspunkt: Tinghir
Endpunkt: Alnif
Gesamtlänge 125km
Davon Piste: 120km
Durchschnittsgeschwindigkeit (in Fahrt): 25km/h
Höchster Punkt: 2002m.ü.n.N.
Tiefster Punkt: 922m.ü.n.N.
Anstieg: 1430m
Abstieg: 1960m

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