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Durch den Anti-Atlas
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Durch die Igmir Schlucht nach Tafraoute
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In unserem letzten Post haben wir Tafraoute erwähnt, wo wir mehrere Tage bei den blauen Steinen standen. In diesem Artikel möchten wir euch unsere Erfahrungen und Erlebnisse in Tafraoute schildern und euch außerdem verraten, wo es das beste Fladenbrot Marokkos zu kaufen gibt.

Tafraoute liegt im westlichen Anti Atlas und man merkt deutlich, wenn man die Stadt erreicht, dass sich dort einige Touristen aufhalten. Von Tiznit kommend sieht man gleich am Ortseingang, dass dort viele Wohnmobile neben der Straße wild campen. Es scheint wohl geduldet zu sein.
Gut Lebensmittel einkaufen kann man in Tafraoute auf dem Markt, der sich relativ im Stadtzentrum befindet. Es gibt hier jede Menge Gemüse, Fleisch, Fisch und Souvenirs wie Teekannen. Beim Gemüse kaufen ist es auch hier wie überall: kommt einem der Preis viel zu hoch vor (150 DH für 2kg Kartoffeln und 500gr Karotten), muss man entweder selbstständig den Preis von Riad (das ist die alte Währung, in der viele Händler noch rechnen) in Dirham (DH) umrechnen oder einfach nach dem Preis in DH fragen. Uns wurde der Taschenrechner mit der Summe von 150 gezeigt. Wir überlegten kurz, teilten durch 20 und gaben dem Händler 10 DH. Zurück bekamen wir 2,5 DH, wir hatten also richtig vermutet.
Nicht nur Lebensmittel kann man in Tafraoute kaufen. Es gibt Souvenirläden, Postkarten und jede Menge Schuhe zu kaufen. Alles was der typische Tourist eben sucht.
Auf der Suche nach Brot liefen wir über den Markt. Uns kamen zweimal Marokkaner mit Brot entgegen. Also liefen wir in die Richtung, aus der sie kamen. Wir landeten in einem kleinen Restaurant. Dort gab es zwar kein Brot, aber die Frau am Tresen führte uns durch einen kleinen Gang zur Backstube, wo gerade frisches Brot zubereitet wurde. Ziemlich cool, wenn man sogar zuschauen kann. Der Bäcker war sehr nett und ließ uns in seine Backstube, um ein Foto zu machen.
Und nun zu den Broten (ein Brot kostet 35 DH). Wir finden die Brote einmalig und einfach nur super lecker. Sie sind größer als die meisten Fladenbrote, die man normalerweise kaufen kann. Man bekommt sie immer ofenfrisch (immer warm) und meist mit ein paar Steinen, die noch im Brot liegen. Das kommt wohl daher, dass der Bäcker seinen Ofen mit diesen Steinen ausgelegt hat und manchmal dann eben einer im Brot hängen bleibt. Wer in Tafraoute ist, sollte sich das Brot nicht entgehen lassen. Man fährt direkt an der Backstube vorbei, wenn man die Stadt Richtung Norden hin verlässt. Ein Schild mit der Aufschrift "Pain Berber" ist nicht zu übersehen.
Wenn man sich nicht zu den vielen Campern am Ortseingang gesellen möchte oder auf einen Campingplatz will, kann man auch zu den berühmten blauen Felsen ein paar Kilometer südlich von Tafraoute fahren. Hier kann man auf jeden Fall frei stehen, ist aber auch nicht alleine, weil auch dort einige Camper stehen, jedoch lange nicht so viele.
Die blauen Steine heißen nicht nur blaue Steine-sie sind wirklich blau. 1984 hat der belgische Künstler Jean Vérame mehrere Tonnen Farbe dazu verwendet, einige der Felsen blau anzumalen. Bis heute sind sie eine Attraktion und ziehen viele Touristen an.

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Auch wenn Tafraoute etwas touristisch ist, hat es uns die beiden Male, als wir dort waren, gut gefallen. Wir würden jederzeit wieder hinfahren, nicht zuletzt wegen dem guten Fladenbrot!

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