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Heute wählten wir wieder eine Strecke aus unserem Offroad-Reiseführer der "Pistenkuh". Eine Tour offroad um Merzouga.

Los ging es etwas südlich von Merzouga auf einer Piste. Links von uns konnten wir noch Dünen erkennen, rechts befanden sich schon einige Tafelberge. Ein großer Kontrast.
Wir fuhren auf den Jbel Bega zu, ein Berg, der fast schon aussah wie eine Düne, da es so viel Sand an ihn heran geweht hat. Dort fanden wir ein ungestörtes Übernachtungsplätzchen am Fuße des Berges.
Um dort hinzukommen mussten wir durch ein sandiges Oued fahren. Das bedeutete wieder Reifendruck senken und dann vorsichtig durchqueren. Hier halfen uns unsere bereits gesammelten Erfahrungen mit Atmane (Mehr dazu hier), sonst wären wir dort vermutlich nicht durchgefahren.

 

Nach einer kalten Nacht (es hat wie die letzten Nächte leicht gefroren) verbrachten wir den Tag an unserem Stellplatz. Ließen uns von der Sonne bescheinen, kletterten auf den Berg und genossen die Aussicht und vor allem die Ruhe. Nur einmal kam ein Junge vorbei, der uns Fossilien verkaufen wollte. Wir unterhielten uns mit ihm und dann fuhr er wieder.

 

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt fort. Wir fuhren durch eine schwarze Kiesebene und hatten immer wieder tolle Ausblicke auf die Umgebung.
Schließlich näherten wir uns dem Militärposten, der in unserem Reiseführer beschrieben war. Wir wussten, dass wir dort anhalten und unser "Fiche" abgeben müssen.
Noch bevor wir den Posten erreichten, kam uns bereits ein Militärfahrzeug entgegen. Wir hielten an, sie grüßten uns freundlich und wir teilten ihnen mit, wohin wir wollen. Unser Fiche wollten sie zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Sie bedeuteten uns zu folgen, damit sie uns den Weg zeigen können. Sehr zuvorkommend! Wir fuhren ihnen also hinterher durch ein sandiges Oued und brauchten uns keine Sorgen zu machen, uns im Sand festzufahren...
Am Militärposten angekommen, überreichten wir unser Fiche und fuhren dann weiter, immer mit dem Hinweis des Militärs im Hinterkopf:"toujours à gauche". Würde man rechts abbiegen, käme man irgendwann zur algerischen Grenze.
Weiter ging es, eine zunächst gut befahrene Piste entlang, die wir dann jedoch verließen und wirklich offroad über den Kies fuhren, nur mit unserem GPS-Track als Navi.
Durch ein kleines Dünenfeld fuhren wir auf den Rand des Erg Chebbi zu. Dort ließen wir abermals Luft ab, da wir ein paar Kilometer durch weichen Sand fahren mussten, um wieder zur Teerstraße zu gelangen. Es war einfacher als gedacht, da das Sandfeld gut ausgefahren war.
An der Teerstraße endete unsere Route. Kurz davor pumpten wir unsere Reifen mit unserem Kompressor wieder auf.

 

Wir haben zwei sehr schöne Tage im Nirgendwo in der Nähe von Merzuga verbracht und freuen uns auf weitere auf unserem Weg nach Zagora!

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