parallax background

Mit der Fähre nach Marokko

Mit Hund nach Marokko und zurück
January 1, 2017
Zurück in ein anderes Jahrhundert
January 10, 2017
 
Um nach Marokko zu kommen kann man sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden. Wir haben uns dafür entschieden, von Algeciras mit der Fähre nach Marokko zu fahren.

Die Fährmöglichkeiten sind folgende: 1. Von Genua nach Ceuta
2. Von Genua nach Tanger Med
3. Von Barcelona nach Ceuta
4. Von Barcelona nach Tanger Med
5. Von Tarifa nach Tanger Ville (Schnellfähre)
6. Von Algeciras nach Ceuta (spanische Enklave)
7. Von Algeciras nach Tanger Med
Wir entschieden uns für die letzte Variante, da es günstiger ist als die Schnellfähre (dafür aber länger braucht) und die Einreiseformalitäten direkt auf der Fähre erledigt werden. Alles lief dann folgendermaßen ab:


1. Ticketkauf


In zahlreichen Foren und von Reisenden haben wir immer wieder gelesen und gehört, dass sie ihre Tickets bei Carlos in Algeciras kaufen, da er die günstigsten Preise hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen stand für uns fest, dass wir dort auch ganz traditionell unsere Tickets kaufen wollen.
Gleich hinter dem Carrefour in einer Seitenstraße (N 36*10'46'' W 5*26'28'') befindet sich sein kleines Büro. Wir parkten in der Straße und gingen hinein. Wir trafen nicht Carlos selbst an, dafür aber einen sehr netten Angestellten. Auf Englisch sagten wir ihm, wo es hingehen soll. Dann sagte er uns den Preis für Hin-und Rückfahrt (180€, wirklich ok!) und begann, die Daten von unseren Reisepässen für das Ticket einzugeben. Da wir ihm auch mitteilten, dass wir einen Hund dabei haben, wies er uns sofort auf einen Zettel hin, der im Büro aufgehängt war und in 4 Sprachen (unteranderem Deutsch) auf den Bluttest aufmerksam machte, den ein Hund für die Wiedereinreise in die EU braucht (mehr dazu liest Du hier). Schon mal sehr guter Service.
Als die Tickets fertig waren, erklärte der Angestellte uns noch, dass beide "Open-Tickets" sind, wir können uns also den Hin-und Rückreisetermin aussuchen. Maximal sind sie ein halbes Jahr gültig. Sehr praktisch!
Wir bekamen noch ein paar Einweisungen bzgl. der Fährlinie, wo wir hin müssen etc. und durften uns zum Abschluss noch ein Geschenk (das scheint hier Tradition zu sein) aussuchen. Der erste Schritt nach Marokko war getan! Wie geht es weiter?

IMG_3588 (1)
FullSizeRender
 

2. Überfahrt


Zu dieser Jahreszeit fahren die Fähren wohl sieben Mal am Tag. Wir wählten die Fähre um 12 Uhr und fanden uns deshalb um kurz nach elf am Hafen ein. Pünktlich 45 Minuten vor Abfahrt wurden die Schranken geöffnet und jeder musste am Häuschen seine Tickets und die Reisepässe zeigen. Dann bekamen wir einen hübschen orangenen Zettel mit dem Namen der Fährlinie ("FRS") in die Scheibe gelegt und wir durften auf das Schiff fahren.
Nico ließen wir im Auto (Hunde sind auf der Fähre oben nicht erlaubt) und machten uns auf den Weg nach oben. Als erstes reihten wir uns in die Schlange für die Passkontrolle ein. Hier mussten wir auch unser Einreise-Fiche (weißer Zettel, der gelbe ist für die Ausreise) abgeben, das wir bereits bei Carlos bekommen hatten. Ansonsten bekommt man es, wenn man am Hafen steht oder oben auf der Fähre. Alles klappte super und wir erhielten einen Stempel mit dem Datum der Einreise in unserem Reisepass. Nun konnten wir die weitere Überfahrt (ca. 1,5 Std) genießen.


 

3. Einreise in Marokko


Im Hafen Tanger Med angekommen, folgten wir den Schildern mit der Aufschrift "sortie", Ausgang. Wir wussten nicht, was jetzt noch auf uns wartete. Schließlich entdeckten wir Kontrollhäuschen. Wir fuhren langsam hin und taten es den anderen Fahrzeugen gleich, parkten kurz nach den Häuschen in den Parkbuchten. Niemand gab uns genaue Anweisungen, also suchten wir uns einen Polizisten, der herumlief und drückten ihm unseren Zettel vom Auto, den wir ebenfalls bei Carlos bekommen hatten, in die Hand. Er nahm ihn, schrieb irgendwas darauf und bedeutete uns zu warten.
Nach kurzer Zeit kam ein anderer Angestellter mit einem Hund, der uns signalisierte, wir sollen die Türen öffnen. Nico führten wir ein Stück weg (ein anderer Hund an seinem Monty, das geht gar nicht) und ließen den Mann mit seinem Hund nach Drogen suchen. Der arme Hund, er musste mehrfach weiter gezogen werden, weil es in unserem Auto einfach zu gut nach Leckerlies und Nico roch. Der Polizist wurde nicht fündig und so erhielten wir unsere Zettel zurück und durften fahren. An der Schranke, ein paar hundert Meter weiter mussten wir unser signiertes Zettelchen nochmals zeigen. Dann waren wir entlassen.
Alles ganz einfach, wenn man dann mal rausgefunden hat, was man machen muss. Nicht nur uns ging es so, auch andere Reisende wirkten etwas verloren. Aber geschafft haben es alle.


Ihr ward auch schon mit eurem Auto in Marokko oder wollt demnächst dorthin? Wenn ihr Fragen habt, immer her damit, ein Kommentar reicht und wir helfen euch!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *