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Das Kloster von Alcobaça-ein UNESCO Weltkulturerbe
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Die 5 schönsten Stellplätze nördlich von Lissabon
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Nachdem wir nun schon eine Weile an der Küste Portugals entlang gefahren sind, erreichten wir schließlich Lissabon.

Wir beschlossen, uns zwei Tage Zeit zu nehmen, um Lissabon näher kennenzulernen. Für diese Zeit suchten wir uns einen Campingplatz. Leichter gesagt als getan. Der Campingplatz, der am nächsten an Lissabon ist (Camping Lisboa), war uns erstens zu teuer und zweitens war er auch noch knapp 10 km entfernt, was bedeutet hätte, dass wir mit dem Bus in die Stadt hätten fahren müssen, was wiederum mit Nico nicht gegangen wäre, weil Hunde in den öffentlichen Verkehrsmitteln verboten sind.
Also musste Plan B her. Wir fuhren über die große Brücke, auf das Festland gegenüber, wo wir einen günstigeren und sehr schönen Campingplatz fanden (Camping Orbitur Costa de Caparica). Wie uns die Dame an der Rezeption mitteilte, fährt regelmäßig und sehr preiswert eine Fähre (Hunde sind erlaubt!) ans andere Ufer, in den Vorort Belém. Von dort sind es noch knapp 7km in die Stadt. Natürlich gut ans Verkehrsnetz angeschlossen. Mit diesen Infos konnten wir unseren Aufenthalt planen.

Tag 1


Da wir Nico einen Tag mit nach Lissabon nehmen wollten, beschlossen wir, uns heute nur die Sehenswürdigkeiten in Belém anzuschauen, weil es zu Fuß in die Stadtmitte zu weit ist und die Öffentlichen wie gesagt mit Hund wegfallen.
Von unserem Campingplatz ging es eine halbe Stunde zu Fuß zum Fähranleger. Dort kauften wir unsere Tickets und bekamen unsere Viva Viagem Karten (mehr dazu unten). Nach einer schönen 20 minütigen Überfahrt nach Belém ging es wieder weiter zu Fuß.
Zuerst gingen wir zum Denkmal der Entdeckungen. Errichtet 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer (ganz vorne auf dem Denkmal), kann man hier 33 wichtige Persönlichkeiten aus dem Zeitalter der Entdeckungen als Statuen sehen. Darunter beispielsweise Vasco da Gama oder Magellan. Leider war ein Gerüst um das Denkmal, weswegen wir nicht so viele schöne Fotos machen konnten.

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Weiter ging es zum Torre de Belém, einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Der Turm ist eines der wenigen Denkmäler, das das Erdbeben von Lissabon 1755 heil überstanden hat. Er diente einst dazu, ankommende Seefahrer und Handelsschiffe zu begrüßen. Heute kann man für 5€ auf die Aussichtsplattform und von dort die Aussicht genießen.
Als nächstes schauten wir uns das Kloster Mosteiro dos Jerónimos an, allerdings nur von außen. Ebenfalls ein Denkmal, das das Erdbeben überlebt hat. Der Eintritt würde hier 10€ pro Person kosten. Der kleine Park mit dem Brunnen vor dem Kloster lädt zum Pause machen ein.

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Zum Abschluss dieses Tages gingen wir noch die wenigen Meter vom Kloster zu der bekanntesten Bäckerei für Pasteis de Nata in Lissabon: Pasteis de Belém. Hier kann man die bekannten Blätterteig-Pudding-Törtchen kaufen, die es nahezu in jeder Bäckerei gibt. Der Laden ist nicht zu übersehen, denn hier stehen die Touristen Schlange, um die leckeren Törtchen für 1,05€ pro Stück zu erwerben. Aber probiert haben sollte man sie allemal!


 

Tag 2


Heute wollen wir in die Innenstadt von Lissabon. Da wir Nico nicht so lange alleine lassen wollen, nehmen wir die Fähre um 15:12, nachdem wir mit Nico einen langen Spaziergang gemacht haben. Für die Fährfahrt nehmen wir wieder die Viva Viagem Karten von gestern, die ein Jahr gültig sind und immer wieder neu aufgeladen werden können. Sie kosten einmalig 0,50€. In Lissabon hat man verschiedene Möglichkeiten, mit den Öffentlichen zu fahren:
Entweder man zahlt 6€ und hat somit für 24 Std. freie Fahrt auf allen Linien, bis auf den Zug, den wir aber fahren müssen, um schnell in die Stadt zu kommen.
Oder man nutzt das sogenannte "Zapping", wo man Beträge von 3,5,10€ usw. auf die Viva Viagem Karte aufladen kann, die dann von der Karte abgebucht werden. Vorteil hierbei: jede Fahrt kostet innerhalb einer Stunde nur 1,25€, auch wenn man umsteigt. Selbst die eigentlich teureren Bahnen (zB Linie 28E) kann man zu dem vergünstigten Preis fahren.
In Belém angekommen, stellten wir uns das so vor: wir laden unsere Karte auf (Zapping) fahren dann in die Stadt und schauen uns dort um. Klingt fast zu einfach. Tatsächlich sah es nämlich so aus: wir kommen an, finden die Tourist-Info für einen ersten Überblick nicht, gehen zum Bahnhof, wollen dort unsere Karten aufladen. Der Mann am Schalter erklärt uns, dass wir unsere beiden Karten, die wir bereits haben, nicht verwenden können, weil da die Rückfahrt von der Fähre schon drauf ist. Toll. Also neue Karten kaufen (zum Glück nur eine, denn eine hatten wir noch von gestern von Nico). Auf die Frage, ob er uns gleich das Guthaben aufladen kann, verneint er. Das müsse man in Lissabon machen. Also kaufen wir eine Einzelfahrt. Mit nun vier Viva Viagem Karten in der Tasche fahren wir mit den Zug nach Lissabon, wo wir die Karten dann schließlich aufladen können.
Als erstes machen wir uns auf den Weg zum Triumphbogen und kommen zufällig am Rathaus vorbei. Hier sehen wir die ersten Straßenmusikanten, die es in Lissabon wirklich sehr oft gibt.
Der Triumphbogen ist sehr schön anzuschauen und stellt außerdem das Tor zur Fußgängerzone, der Rua Augusta, dar.

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Die Rua Augusta laufen wir mit dem Strom ein Stück entlang und halten hier und da, wenn uns die Musik eines Straßenmusikanten sehr gut gefällt.
Schließlich kommen wir am Elevador de Santa Justa vorbei, der hinauf zu einer Aussichtsplattform fährt. Da wir uns das Geld sparen wollen, weil es noch mehr Aussichtspunkte gibt, die nichts kosten, gehen wir weiter.

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Der Aussichtspunkt, zu dem wir wollen, der Jardim de São Pedro de Alcantâra, liegt wie viele Plätze in Lissabon, auf einem Hügel. Zu ihm hoch führt die steilste Straße in Lissabon, die außerdem von dem Elevador da Gloria befahren wird. Da wir noch Guthaben auf unserer Karte haben und die Fahrt ja auch nur 1,25€ kostet, fahren wir mit der kleinen Bahn die Straße hoch. Wirklich sehr nett! An dem Aussichtspunkt angekommen, genießen wir die schöne Aussicht mit dem letzten Abendlicht, bevor es ganz dunkel ist. Aber der Blick auf Lissabon mit den vielen Lichtern ist auch toll!

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In dem Viertel Bairro Alto fahren wir mit der alten Straßenbahn Linie 28E, die sich durch enge Gassen schlängelt, bergauf und bergrunter. Ein sehr schönes Erlebnis! Da merkt man erst einmal, wie bergig Lissabon eigentlich ist.
Da es schon Abend ist und wir langsam Hunger haben, gehen wir auf den Mercado da Ribeira, eine Markthalle, wo es die verschiedensten Essstände mit wirklich sehr sehr leckerem Essen gibt. Einzig die Entscheidung für ein Gericht ist am schwierigsten.
Mit der letzten Fähre fahren wir wieder auf die andere Seite des Tejo, wo wir mit einem Bus bis zum Campingplatz fahren. Lissabon hat uns beiden sehr gut gefallen, allerdings braucht man wie in jeder Großstadt mehr Zeit, um alles zu sehen. Durch die beiden Tage haben wir aber einen schönen Eindruck von der portugiesischen Hauptstadt am Atlantik bekommen.

Wieder mal ein Tipp für eine App: wenn man sich Lissabon oder auch jede andere Großstadt anschauen möchte, kann man sich die App Ulmon kostenlos herunterladen, verfügbar für IOS und Android. In dieser App sind alle Großstädte zu finden, die man sich dann vor dem jeweiligen Trip runterladen kann, um die App offline zu nutzen. Das tolle an dieser App: es sind alle Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars etc. mit jeweiliger Erklärung verzeichnet. Außerdem kann man sich vor der Reise Orte als Favorit markieren und sie dann während dem Aufenthalt abrufen. Sehr sinnvoll, wie wir finden!

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