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Eine Nacht in der Wüste

Mit Monty in den Dünen
January 17, 2017
Offroad um Merzouga
January 21, 2017
 
Auf unserem Weg durch die Berge, immer auf die Wüste zu, wurde der Wunsch bei uns immer größer, eine Tour mit Kamel in die Wüste zu machen und dort eine Nacht zu übernachten.

Aus unserem Wunsch machten wir schließlich Wirklichkeit. Den Anfang der Geschichte, wie wir dazu kamen, lest ihr im letzten Post "Mit Monty in den Dünen".
Wir kamen also von unserer Offroad-Tour an einer Auberge am Fuße des Erg Chebbi an. Atmane verabschiedete sich, gab uns noch seine Visitenkarte und meinte, wenn wir etwas brauchen, sollen wir uns melden. Er kümmerte sich wirklich sehr gut. Wir bekamen Tee und Erdnüsse serviert und konnten so erstmal kurz zur Ruhe kommen, nach unserer aufregenden Tour mit dem Monty durch die Dünen.
Nach einiger Zeit wurden wir von unserem Guide geholt und zu unseren Dromedaren geführt (keine Kamele, die gibt es in Marokko gar nicht, wie wir später erfuhren). Unsere einzige Sorge war: hoffentlich macht Nico mit. Seine ersten Begegnungen mit den Dromedaren waren nicht so das Highlight; er bellte laut und rannte auf die Dromedare zu - nicht die besten Voraussetzungen. Aber bezahlt hatten wir schon, also mussten wir es auch probieren.
Flo nahm Nico auf den Arm, setzte sich auf das Dromedar und ehe sie es sich versahen, war das Tier auch schon aufgestanden. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Als wir alle auf unserem Dromedar saßen (mit uns kamen noch zwei Holländer) ging es los. Ein Guide führte die Dromedare an einem Strick, ein anderer lief neben her. Und wir saßen hoch oben auf den Tieren und konnten bei gleichmäßigem Geschaukel die Aussicht genießen. Sobald wir die Dünen erreichten, wackelte es nicht mehr so extrem, da der Sand gut dämpfte. Allerdings immer noch genug, dass Nico nicht so recht wusste, was mit ihm geschah. Mit der Zeit ließ er es aber widerstandslos über sich ergehen.

 

Als wir in der Abendsonne durch die Dünen ritten, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt. Alles war ruhig, nur Sand um uns herum und das vor einer Kulisse, die aussah wie aus dem Film. Ein wahnsinnig toller und einmaliger Film. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, wie die Landschaft auf uns wirkte. Fast wie im Märchen.
Eine gute Stunde wurden wir durch diese fantastische Landschaft geführt, die einfach nur perfekt aussah. Wir legten einige Fotostopps ein und erreichten schließlich unser Camp.
Schon von Weitem sahen wir, was wir am wenigsten erwartet hatten: Katzen. Nico war also für den Rest des Abends beschäftigt. Uns wurde unser Zelt gezeigt. Es war ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten, aber super schön und gemütlich.
Nach dem Abendessen saßen wir alle gemeinsam am Feuer, ein marokkanisches Pärchen ist noch zu uns gestoßen. Die Marokkaner holten ihre Trommeln und es wurde ein wunderschöner Abend am Feuer mit Trommeln, Gesang und einem faszinierendem Sternenhimmel.

 

Schon um 6:30 Uhr wurden wir am nächsten Morgen geweckt. Wir konnten es kaum fassen. Die Sonne war noch nicht mal aufgegangen. Doch schon bald wussten wir, warum man uns so früh geweckt hat: wir ritten ein Stück auf den Dromedaren auf eine Düne, sollten dann absteigen und noch ein Stück weiter hoch laufen, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Das hatten wir nun wirklich nicht erwartet! Wir standen also hoch oben auf einer Düne, blickten in die traumhafte Landschaft und schauten der Sonne zu, wie sie über die Dünen kletterte. Einmalig!

 

Schließlich ging es zurück zur Auberge, wo unser Monty stand. Wir bekamen noch ein leckeres Frühstück und fuhren dann weiter.
Wir nehmen von dieser Tour so viele Erlebnisse mit, die wir erst einmal verarbeiten müssen. Es war ein so schönes Erlebnis und wir sind wirklich froh, dass wir das gemacht haben!

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