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Ein Feuerwehrauto als Reisemobil?

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Viele von euch sind ja schon gespannt, welches Fahrzeug wir uns als neues Reisefahrzeug angeschafft haben. In diesem Post wollen wir euch verraten, um was es sich handelt. Ein paar Tipps schon mal vornweg: es ist groß, es ist rot und es ist ein Feuerwehrauto..

Mit unserem Monty waren wir wirklich sehr zufrieden, als wir vor einem Jahr sechs Monate gereist sind. Zum ersten Blog-Post unserer Reise geht’s hier. Als wir ihn dann verkauft haben, merkten wir erst, wie sehr wir die Freiheit, einfach drauf loszufahren, genossen haben.
Vom Fernweh getrieben, kann es dann schon mal passieren, dass man auf Seiten wie „Mobile“ oder „Autoscout“ landet und ganz ausversehen nach Reisefahrzeugen sucht.
Tja, und hätte MANN mal besser auf Frau gehört, dann würde jetzt kein feuerroter LKW in der Einfahrt stehen.

 

Wie es zum Kauf kam


Ein ROTER LKW??? Ja! Ganz „ausversehen“ schaute Flo auch hin und wieder auf den Feuerwehrmarkt und entdeckte dort ein altes Tanklöschfahrzeug einer Freiwilligen Feuerwehr bei Koblenz. Das dortige Ordnungsamt versteigerte diesen IVECO Magirus 130 D7 FA, für die dort ansässige Feuerwehr.
Ein paar E-Mails mit dem Verantwortlichen bei der Feuerwehr und dem Gerätewart geschrieben bezüglich Zustand und Rost und schon reichte Flo ein schriftliches Gebot ein.
„Ein bisschen kann man ja bieten, bekommen werden wir ihn eh nicht für das Geld“

so Flo‘s Begründung für den abgeschickten Brief.
Und so kann MANN sich täuschen. Bald darauf klingelte das Telefon und die Feuerwehr wollte wissen, wann wir zum Abholen kämen. Und weil so ein Gebot verpflichtend ist, sollte man sich eigentlich vorher schon einige Gedanken machen. Wo stelle ich das Fahrzeug unter? Habe ich die Zeit und die nötigen Mittel, das Fahrzeug auszubauen? Und ganz wichtig: bin ich überhaupt berechtigt, das Fahrzeug zu fahren?
Wir wurden in diesem Fall vor die vollendete Tatsache gestellt, weil wir nie davon ausgegangen wären, das Feuerwehrauto tatsächlich zu ersteigern und wir uns dementsprechend auch nur wenige Gedanken gemacht haben.

Als wir uns vom anfänglichen Schrecken erholt hatten, konnten wir uns langsam freuen und fingen an, erstmal die Überführung zu planen. Da wir beide keinen LKW-Führerschein besitzen, mussten wir also erstmal Flo’s Vater davon überzeugen, dass er den 7,5-Tonner gute 400km von Koblenz nach Bayern fahren darf. Gesagt, getan.

 

Das Fahrzeug

Bei unserem neuen Reisefahrzeug handelt es sich also um ein rotes Feuerwehrauto der Marke Iveco Magirus, 7,5 Tonnen, Baujahr 1983. Für die Interessierten unter euch, die sich die Fahrzeugdaten mal genauer anschauen wollen, gibt es demnächst eine detaillierte Beschreibung der Daten. Wir bitten euch noch um ein bisschen Geduld :)
Allgemein zu sagen gibt es, dass er permanenten Allradantrieb hat, von einer 130 PS starken Maschine mit sechs Zylindern angetrieben wird und ca. 20l Diesel pro 100km verbraucht.

Fazit

Unser überraschender und durchaus ungeplanter Kauf entpuppte sich zum Glück als sehr guter, da das Feuerwehrauto insgesamt in einem sehr guten Zustand ist. Wir können nun unserer großen Leidenschaft, dem Reisen, zwar nicht gleich nachgehen, da wir durch unser Studium etwas gebunden sind. Aber unser Reisefahrzeug durch einen Umbau zum Camper herrichten, das geht auch neben dem Studium. Über den Beginn unseres Ausbaus lest ihr hier

Ihr seid auch gerade am überlegen, was ihr euch für ein Reisefahrzeug anschaffen sollt? Oder ihr habt gerade erst eins gekauft uns seid fleißig am um-und ausbauen wie wir? Wir freuen uns, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst und uns von euren Erfahrungen berichtet. Natürlich sind wir auch neugierig, was ihr von unserem Feuerwehrauto haltet, also schreibt uns einfach unten in die Kommentare!

4 Comments

  1. Rainer sagt:

    Hallo ihr Zwei,
    so ein ähnliches Projekt hab ich schon mal gesehen. http://project-asia.com/
    Unter http://project-asia.com/index.php?option=com_content&view=category&id=15&Itemid=52
    Nr. 38, 39, 40 ist ein Bericht über die Umrüstung auf Einzelreifen – die hat euer Laster ja schon. Vielleicht könnt ihr euch dort ein paar Tipps holen.
    Ihr habt da ein tolles Projekt vor euch. Ich wünsch ich euch alles Gute.
    Liebe Grüße

    Vielen Dank für bloggen – so komm auch ich, der famlienbedingt nicht so viel Reisen kann, hinaus in die Welt.

    • mm Annika und Flo sagt:

      Hallo Rainer,
      Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Es freut uns sehr, dass Dir unsere Seite gefällt und Du dabei bist, auch wenn wir momentan nicht unterwegs sind.
      Danke auch für den Link, da schauen wir gleich mal vorbei und holen uns Inspiration, das schadet sicherlich nie 🙂
      Bald werden noch Artikel zum Ausbau unseres Feuerwehrautos folgen und wir hoffen natürlich, dass Du weiterhin fleißig mitliest.
      Ganz liebe Grüße aus dem kalten Bayern,
      Annika und Flo

  2. Roland sagt:

    Hi, schöner Bericht über Eure Reise. Wir waren jetzt schon zweimal, einmal 4 und einmal 6 Wochen, in Marokko mit unserem Landrover Defender. Den haben wir mit Hubdach, Standheizung, Möbel und sonstigem zum kleinen WoMo umgebaut. Die Idee mit der Feuerwehr hatte ich auch. Habe ich einige Monate intensiv verfolgt und auch schon Kontakte zu Ausbauern/Umbauern aufgenommen. Letztendlich habe ich mich doch dagegen entschieden, da viele kleine Pässe oder enge Straßen in Bergdörfern damit nicht mehr machbar sind. Während der Fahrt ist mir ein Geländewagen lieber. Der LKW hätte nur abends/nachts den Vorteil mehr Platz und “Luxus” zu bieten. Da ist mir ein wendiger Geländewagen ein besserer Partner. Wir waren auch mehrfach in Island damit unterwegs. Da wollte ich auch nicht mit dem LKW unterwegs sein. Das sehen auch die Einheimischen so. Die behaupten die schweren LKW´s fahren Ihre Pisten kaputt. Wollte ich aber ein bis zwei Jahre am Stück unterwegs sein, wäre ein LKW doch wieder eine Überlegung wert. Ich plane trotzdem die Panamericana in den nächsten Jahren zu fahren, und zwar mit dem Defender. ich rechne mit 1 bis zwei Jahren Zeit dafür. Da werde ich einen Großteil der Zeit aber allein unterwegs sein.
    Euch alles gute und ich hoffe die Feuerwehr ist das richtige Fahrzeug für Euch.
    Viele Grüße
    Roland

    • mm Annika und Flo sagt:

      Hallo Roland,
      Danke für Dein Lob und Deinen Kommentar. Wir waren mit unserem Monty und Dachzelt auch sehr zufrieden, das ist keine Frage. Klein, überall ein Durchkommen, nicht so auffällig wie ein großer LKW. Da hast Du auf jeden Fall recht.
      Uns ging es hauptsächlich um den Comfort, auch bei Regen entspannt mit einem richtigen Dach über dem Kopf kochen zu können etc. Das ging in unserem Monty leider gar nicht, weil er schlicht und ergreifend zu klein ist. In einem Defender oder Mercedes G o.Ä. sieht das anders aus, da geben wir Dir auf jeden Fall recht. Doch leider spielen die nicht in unserer Preisliga.
      Wir hatten schon Kontakt mit einigen Overlandern, die einen LKW besitzen und haben den Nachteil des ‘Durchkommens’ quasi nie zu Ohren bekommen. Wir sind gespannt, wie es auf unseren zukünftigen Touren wird. Mit unserem Iveco sind wir ja noch bei den kleineren LKWs einzuordnen, mal schauen ob und wann wir das erste Mal nicht weiter kommen.
      Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Spaß bei Deiner Reise auf der Panamericana, das wird sicher sehr schön.
      Liebe Grüße aus Augsburg
      Annika und Flo

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