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Durch den Anti-Atlas

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Die letzten beiden Wochen sind wir durch den Anti-Atlas gefahren. Dabei konnten wir die herrliche Mandelblüte genießen und haben das unserer Meinung nach beste Fladenbrot Marokkos gefunden.

Als wir in Foum Zguid waren, standen wir vor der Überlegung, wie wir am besten nach Agadir fahren, um dort unsere Freundin Julia am Flughafen abzuholen. Sabine und Micha von herman-unterwegs.de, die wir in Foum Zguid getroffen haben, gaben uns den Tipp, durch den Anti-Atlas zu fahren, weil es dort wirklich schön sein soll. Die Entscheidung war also gefallen und wir machten uns daraufhin auf den Weg.
Die erste Nacht übernachteten wir in einem Oued, einem ausgetrockneten Flussbett. Zwischen den Felsen waren wir ungesehen und konnten dort die Ruhe genießen.
Weiter ging es immer Richtung Igherm. Wir fuhren nur auf Teerstraßen, trotzdem waren Esel, Ziegen, Schafe und sogar Dromedare auf der Straße keine Seltenheit. Das gehört hier einfach dazu.
Hinter Igherm, auf der Straße nach Tafraoute, fanden wir wieder einen Stellplatz in sehr schöner Umgebung. Nur eine marokkanische Familie kam schwer beladen mit ihren Eseln vorbei und verschwand hinter dem nächsten Hügel.

 

Die Mandelbäume wurden immer zahlreicher, sie hatten vereinzelt auch schon Blüten. Es war wirklich schön anzuschauen! Wir näherten uns Tafraoute.
In Tafraoute angekommen deckten wir uns mit Lebensmitteln ein und übernachteten bei den berühmten blauen Steinen. Alle Details unseres Aufenthaltes und Infos, wo man in Tafraoute das unserer Meinung nach beste Fladenbrot Marokkos kaufen kann, liest Du hier.
Auf dem Weg nach Agadir übernachteten wir noch einmal in Anti Atlas. Leider war der Stellplatz nicht ganz so schön wie die anderen, da er nah an der Straße war, es war aber zum Glück nicht viel Verkehr.

 

Schließlich erreichten wir Agadir. Wir hatten vor, mit Julia wieder in den Anti Atlas zu fahren, damit sie von dem Land, das wir so ins Herz geschlossen haben, etwas mitbekommt.
Wir fuhren also auf der N1 nach Tiznit und dann wieder Richtung Tafraoute, dort hat es uns wirklich gut gefallen. Zwischen Tiznit und Tafraoute fanden wir einen traumhaften Stellplatz an einem Fluss, wo wir gleich zwei Nächte blieben. Die Ruhe und Einsamkeit war fantastisch, die Natur wunderschön. Ab Einbruch der Dunkelheit begannen die Frösche zu quaken und wurden im Morgengrauen vom Zwitschern der Vögel abgelöst. Wir haben diesen Platz geliebt.
In Tafraoute fuhren wir wieder zu den blauen Steinen. Auf dem Weg dorthin konnten wir ganz viele Mandelbäume sehen und mittlerweile blühten nahezu alle. Was ein paar Tage und ein bisschen Sonne ausmachen.
Leider regnete es an beiden Tagen, die wir dort waren. Die ersten Regentage, seit wir in Marokko sind.

 

Zum Abschluss kauften wir nochmal Brot bei unserem Bäcker und machten uns wieder auf dem gleichen Weg wie letztes Mal auf den Weg nach Agadir.
Durch den Regen war tatsächlich in vielen Flüssen wieder etwas Wasser. Doch nicht nur in den Flüssen. Als wir bei sehr starkem Regen in Biougra Halt machten, um noch ein bisschen einzukaufen, fanden wir große Teile der Straße in der Stadt überschwemmt, da das Wasser kaum Möglichkeit hat abzufließen. Abgesehen davon kann man in Biougra gut einkaufen, da die Stadt überhaupt nicht touristisch ist.

Uns hat der Anti Atlas wirklich sehr gut gefallen und wir würden jeder Zeit wieder hinfahren. Vor allem jetzt, Mitte Februar, ist es mit der Mandelblüte noch schöner!

Ihr ward auch schon im Anti Atlas unterwegs oder wollt dorthin? Schreibt uns eure Erfahrungen oder Fragen!

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