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Das Kloster von Alcobaça-ein UNESCO Weltkulturerbe

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Auf unserem Weg an der Westküste Portugals entlang machten wir einen kleinen Abstecher nach Alcobaça, um eine der größten Klosteranlagen Portugals zu besichtigen.

Bevor wir das Kloster selbst anschauten, widmeten wir zunächst der Kirche unsere Aufmerksamkeit. Als größte Kirche des Landes ist sie schon deshalb beeindruckend. 106m lang und ca. 20 m breit, im Querhaus ganze 52m. Durch die sehr verschnörkelte Außenfassade, erwartet man schon fast, dass es innen ähnlich aussieht. So ist es aber keineswegs. Sobald man durch das große Eingangstor tritt, findet man eine sehr schlicht gehaltene Kirche vor. Dadurch, dass sie nicht sehr breit ist, wirkt sie noch höher.

TheSaharaTouch.com Church Kloster Portugal UNESCO Weltkulturerbe Monasteiro de Alcobaco
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TheSaharaTouch.com Church Kloster Portugal UNESCO Weltkulturerbe Monasteiro de Alcobaco
TheSaharaTouch.com Church Kloster Portugal UNESCO Weltkulturerbe Monasteiro de Alcobaco Kirche
 

Nach dem langen Gang erreichten wir das Querhaus, in dem sich die Sarkophage von dem berühmten Königspaar Inês und König Pedro l. befinden. Beide sind aufwendig verziert. Die meisten Szenen, die auf den Sarkophagen zu sehen sind, stellen historische Ereignisse der portugiesischen Geschichte sowie Szenen aus dem Leben von Inês und Pedro dar. Häufig aber auch biblische Szenen.


 

Nach dem Besuch der Kirche wollten wir uns noch das große Kloster anschauen. Dafür muss man allerdings Eintritt zahlen. Erwachsene 6€, Schüler und Studenten 3€. Mit gekauftem Ticket konnten wir das Kloster betreten.
Zuerst kommt man in einen Raum, mit vielen Statuen und mit blauen Fließen verzierten Wänden. Wenn man sich die Infotafel durchliest, erfährt man, dass man sich im Königssaal befindet und dass die zahlreichen Statuen sämtliche Könige Portugals darstellen. Die blauen Fließen an den Wänden beschreiben die Geschichte des Klosters, wie es zu seiner Gründung gekommen ist. Der damalige König Afonso Henriques (der erste König Portugals) legte ein Gelübde ab, dass er, wenn er die Mauren besiegen würde, ein Kloster für die Gottesmutter Maria stifte. Im Jahre 1147 gelang ihm dies und er lies das Kloster 1187 erbauen.


 

Weiter ging unsere Besichtigungen und als nächstes erreichten wir die Küche. Hier konnten wir einen sehr großen Kamin von 25 m bewundern, der zum kochen genutzt wurde und nach der Kirche die höchste Erhebung ist. Außerdem fließt unter der Küche ein extrig umgeleiteter kleiner Bach, der am Ende der Küche in ein großes Becken austritt, wo die Mönche damals Wasser schöpfen konnten.


 

Von der Küche aus konnten wir eine enge Wendeltreppe in den zweiten Stock hinaufgehen. Von dort hatten wir einen schönen Ausblick in einen Garten. Rings herum an den Wänden sahen wir verschiedene steinerne Tiere, die oben am Rand der Mauern um den Garten herum angebracht waren und bei Regen zu Wasserspeiern wurden, da das Regenwasser dort abfließt.
Zuletzt hatten wir von einem der Kreuzgänge noch einen schönen Blick auf einen weiteren Garten und vermutlich die Zimmer der Mönche. Genau wissen wir das aber leider nicht.

TheSaharaTouch.com Church Kloster Portugal UNESCO Weltkulturerbe Monasteiro de Alcobaco Kirche
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Das Kloster ist auf alle Fälle einen Besuch wert, es ist schließlich nicht umsonst eine der attraktivsten historischen Sehenswürdigkeiten Portugals, mit über 250.000 Besuchern im Jahr.

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