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Beginn des Innenausbaus – Der Umbau Teil 2

Vom Feuerwehrauto zum Camper – Der Umbau Teil 1
März 31, 2018
 


Nachdem die erste Hürde für die ordnungsgemäße Zulassung und dem historischen Kennzeichen überwunden war (mehr dazu hier), können wir uns jetzt dem eigentlichen Ausbau widmen.

Hier die grobe Aufteilung in unserem Koffer:
Unser original Feuerwehraufbau hat die Maße von 4x2m und die Innenaufteilung ist durch diverse Stützen und Zwischenwände schon ziemlich vorgegeben.
Im vorderen Bereich wird unser Festbett mit einer Breite von 1,2m seinen Platz finden, durch ein paar Streben getrennt wird sich direkt dahinter der Wohnraum mit 2m Länge angliedern. Auf der rechten Fahrzeugseite mit einer Küchenzeile und in einem L die Sitzgruppe.
Ganz hinten im Fahrzeug soll neben dem Eingang viel Stauraum und ein kleines Bad entstehen.

 
Schraffierte Flächen sind Stauraum

Unser Grundriss

 

Doch jetzt mal Schritt für Schritt…

Die Isolierung

 

Als erstes war das Isolieren des Koffers an der Reihe. Unser anfänglicher Plan war es, alles mit 40mm XPS Styrodur-Platten zu isolieren. Diese halten wirklich wunderbar warm, doch sind wie wir finden besch***en zu bearbeiten und nur für absolut gerade Flächen zu empfehlen.
Zum Glück konnten wir über das Allrad-LKW-Forum günstig 20mm Xtreme-Isolator (Trocellen Platten) beziehen. Diese lassen sich deutlich schöner schneiden und verarbeiten als das XPS, doch sind ebenfalls nur für gerade Flächen zu empfehlen. Für gebogene Fahrzeugteile bietet sich wohl eher Armaflex an. Der große Unterschied von Armaflex und Xtreme Isolator ist wohl nicht der Isolationsunterschied, sondern der, dass Armaflex sich zusammendrücken lässt und Xtreme Isolator stabil bleibt.

 
 
 

Verklebt haben wir die Isolation mit dem weniger bekannten Soudaseal FC 240, welcher aber die gleichen Eigenschaften wie die hochgelobte und deutlich teurere Marke Silkaflex aufweist.
Das nächste Mal würden wir allerdings zu dem aufwendiger zu verarbeitenden Kontaktkleber Pattex Classic oder zu vergleichbaren Produkten greifen, da hier wirklich die ganze Fläche aufgeklebt wird und nicht nur einzelne Streifen.
Mit den Isolierplatten haben wir alle Flächen isoliert, doch die Streben die im Sichtbereich liegen und wo wir jeden Zentimeter als Raum ausnutzen wollen, werden später hinter der Verkleidung ausgeschäumt (dazu aber im Teil 3 mehr).

Die Elektrik

 

Hier nur ein kleiner Einblick, in naher Zukunft soll es noch einen eigenen, ausführlicheren Artikel rund um das Thema „Elektrik im Camper“ geben.
Wir haben uns für ein eigenes 24V Boardnetz entschieden, um von den Starterbatterien unabhängig im Koffer die Elektrik aufbauen zu können.
Während der Fahrt wird dieses 24V-Netz des Koffers mit dem 24V-Netz der Starterbatterien parallel geschalten, um alle 4 Batterien über die Lichtmaschine zu laden. Im Stand sorgt ein 280 Watt Solarpanel für ausreichend Strom. Hierfür kommt ein Solarladeregler von fangpusun zum Einsatz. Für alle Verbraucher von 230V ein Wechselrichter mit 1500 Watt mit integrierter Bypass-Steuerung und Ladegerät, wenn wir Landstrom beziehen.
Genauere Infos nun wirklich im extra Artikel.

 

Der Wassertank und die Standheizung

 

Nachdem die Elektrik den ersten Funktionstest bestanden hatte, sollte nun die Installation des Wassertanks sowie die der Standheizung erfolgen.
Bei unserem Kofferaufbau ist es so, dass dieser vorne in der Mitte nicht ganz nach unten geht, da hier das Getriebe noch angesiedelt ist. Doch wir wollten den versteckten Platz über dem Getriebe noch ausnutzen und bauten hier unseren Wasservorrat ein.
Ursprünglich gedacht waren flache Wassertanks, doch entweder war das Volumen für uns zu klein oder sie passten nicht genau an Ort und Stelle. Also entschlossen wir uns, einen Wassersack aus dem Bootsbau zu verwenden, der nun gute 100l Wasser fassen soll.
Dieser Wassersack von Plastimo liegt nun auf einem genau angefertigten Brett auf, welches außerhalb zwischen Getriebe und Koffer hängt.
Hier fand auch unsere Diesel-Standheizung Platz, die ursprünglich von der Feuerwehr für die Beheizung des Fahrerhauses eingesetzt wurde. Die setzten wir nun nach hinten um und lassen sie über einen kleinen separaten 7,5l Dieseltank laufen.
Endlich im warmen arbeiten und hoffentlich nie mehr bei minusgrade draußen auf Reisen frieren, das erhoffen wir uns zumindest von unser bewährten Eberspächer Standheizung.

 
Camper_Ausbau_Wassertank (2)

Blick auf den Wassersack (blau)

Camper_Ausbau_Wassertank

Bau der Klappe zum Wassersack und Standheizung

Die Klappen hinter den Rollos

 

Da unser Bett im ehemaligen Geräteraum Platz findet, sind links und rechts Rollos zum Öffnen. Damit uns hier nicht dennoch der Staub von Offroadpisten, durchtropfendes Wasser, o.Ä. ins Bett gelangt, bauten wir noch Klappen hinter die Rollos. Nun kann man den Rollo geöffnet haben und über separate Klappen an darunterliegenden Stauraum gelangen sowie an das Bett selber. Später soll hier in die obere Klappe noch ein Fenster eingebaut werden.

 

Die Fenster

 

Um endlich mehr Licht im Inneren zu bekommen, entschlossen wir uns im Wohnbereich 3 Fenster einzubauen. Um jedoch nicht das H-Kennzeichen zu riskieren, mussten primitive „alte“ Fenster her. Fündig wurden wir bei der Firma Teknima, die Schiebefenster für Pferdeanhänger herstellt. Die sollte es so vor 30 Jahren auch schon gegeben haben (man erinnere sich an die schönen Tauchwagen der Feuerweher, die auch schon immer Fenster eingebaut hatten).
Wir finden die Alu-Fenster passen sich optisch ideal in das Gesamtbild der Feuerwehr ein. Nun hatten wir es endlich hell im Fahrzeug und konnten auch ohne Beleuchtung innen weiterbauen.

 
 

Soweit erstmal zum groben Innenausbau unseres Feuerwehrautos. Im nächsten Artikel werden wir euch Näheres zur Innenausstattung wie Bett, Küche, Ausrüstung etc berichten, ihr könnt also schon gespannt sein.
Falls ihr Fragen oder Anmerkungen zu unserem Um-und Ausbau habt, freuen wir uns jederzeit über eine persönliche Nachricht von euch.
Auch ein kurzer Kommentar, wie euch unser Ausbau bisher gefällt, würde uns sehr freuen!

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