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Mittlerweile sind wir in Portugal angekommen. Manchmal senkt sich das Standgas ganz von selbst auf 1.000 Umdrehungen ab, doch kurze Zeit danach liegt es wieder bei 2.000. Die Drehzahlschwankungen sind uns weiter treu geblieben.

Gerade bei einem Campingplatz angekommen, riecht es penetrant nach Benzin. Was ist nun los??? Aus einer Benzinleitung am Motor spritzt in einem schönen Strahl Benzin raus. Mist!
Okay, vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, unseren Automobilclub anzurufen und die sollen das machen. Aber erst noch einmal mit Markus telefonieren.

..."wegen so etwas würde ich nicht in die Werkstatt gehen"...

Na gut, dann können wir das auch selbst regeln. Alles nochmal genau anschauen. Einen Versuch wäre es wert, den Schlauch bis zum Loch abzuschneiden und ihn dann wieder drauf zu stecken.

 

Wir haben es probiert und es machte zunächst den Anschein, als hätte es funktioniert und so ging es am nächsten Tag weiter. Bis es nach circa einem Kilometer Fahrt durch die Lüftung wieder nach Benzin roch. Wäre ja auch zu schön gewesen. Also anhalten und nachsehen. Wieder ein Loch, aber noch viel größer als beim letzten Mal. .

Zum Glück waren Passanten in der Nähe die unsere Notlage erkannten. Schon bald darauf waren 4 hilfsbereite Menschen um uns versammelt. Dummerweise mussten wir einsehen, dass der Benzinschlauch auf der Innenseite schon so weit zerstört war (er hatte durchgehende Risse), dass ein neuer her musste.
Also sind wir mit einem der Helfer losgefahren ins nächste Dorf, um dort einen neuen Benzinschlauch zu kaufen und im Anschluss daran gleich gemeinsam einzubauen.
An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass die Portugiesen sehr hilfsbereit sind, denn wir wurden an diesem Tag 2 Stunden unterstützt!

 
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Wir beschlossen nach dieser Erfahrung sicherheitshalber alle Benzinschläuche im Motorraum zu ersetzten. Sind wahrscheinlich auch alle schon 20 Jahre alt.
Bei dieser Arbeit ist uns aufgefallen, dass auch die Unterdruckschläuche vom Aktivkohlefilter in die Jahre gekommen sind. Deswegen tauschten wir sie auch noch gleich aus.
Seit diesen Austausch der Schläuche haben wir allerdings immer noch die Schwankungen der Drehzahlen, wenn auch nicht mehr so extrem. Dennoch fahren wir noch mit einem sich selbständig wechselnden Standgas von 1.000-2.000 Umdrehungen.

In den darauffolgenden Wochen haben wir viel im Internet gelesen.
Mittlerweile tippe ich darauf, dass es der Leerlaufregler ist. Also wie kontrolliere ich den Leerlaufregler auf richtige Funktion?
Zum einen kann man den Widerstand der eingebauten Spulen messen...sollen zwischen 45-60 Ω haben. Das stimmt bei uns.
Zum anderen soll der Leerlaufregler sich bei eingeschalteter Zündung etwas bewegen/vibrieren. Tut er aber nicht. Doch vibriert er auch bei einem 20 Jahre alten Auto ohne viel Technik?
Markus fragen. Seine Antwort war, dass er das nicht tun muss. Er tippt auf den Nockenwellensensor. Okay, mal googeln wo der bei uns sitzt. Keine Chance an den ran zu kommen, wenn wir wirklich so ein Ding haben, denn dazu müsste man den ganzen Motor ausbauen.
Jetzt versuchen wir an einen neuen Leerlaufregler ran zu kommen und hoffen, dass er der Schuldige ist.

Habt ihr noch eine andere Idee wie es zu den Drehzalschwankungen kommen kann? ...dann hinterlasst bitte einen Kommentar!

@Markus: bitte korrigiere mich, wenn ich Mist geschrieben hab ;)

 

UPDATE: Unser Monty läuft wieder!

Wie wir oben ja bereits geschrieben haben, besorgten wir uns einen neuen Leerlaufregler. Flo tauschte den Neuen gegen den Alten und wir machten unsere erste Testfahrt. Das Standgas war mit dem neuen Leerlaufregler katastrophal hoch. Kein Wunder, wir haben es ja auch hochgeschraubt, damit er nicht mehr abstirbt.
An unserem nächsten Stellplatz wurde das Standgas runtergeschraubt und wir entdeckten leider nochmal eine undichte Benzinleitung.
Am nächsten Tag ging es mit wieder dichter Benzinleitung und richtig eingestelltem Standgas zur zweiten Probefahrt. Das Resultat war sehr ungewohnt leise. Wir hatten wieder ein ruhiges Standgas von 800 Umdrehungen pro Minute und keine Schwankungen im Leerlauf mehr. Alles war wieder so wie es sein soll!
Nochmal danke an alle, die uns mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zur Seite standen!!

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